Stehst du noch, oder schwankst du schon? Von diesen gewissen Momenten…

Gestern habe ich für meine Facebook-Unternehmensseite ein Video gemacht. Das stand an und dann hatte ich die Idee ziemlich persönlich zu erzählen. Warum? Weil es mir ja nicht anders geht, als vielen meiner Netzwerkkontakte, meiner Klienten und Leser! Den Inhalt des Videos möchte ich heute auch euch erzählen.

Kennst du den Moment, in dem du denkst, du stehst mit beiden Beinen fest auf dem Boden, aber von rechts und links, von oben und unten zieht und zerrt es an dir? Ich glaube, jeder kennt solche Momente oder Zeiten. Sie sind normal. Wir stehen vor verschiedenen Anforderungen, wir sind in verschiedene Systeme eingebunden und stehen in verschiedenen Rollen. Da bleibt es auch nicht aus, dass es mal etwas viel wird. Und wenn es zieht und zerrt, dann kommt man auch mal ins Schwanken. Wenn man einen sicheren Stand hat, kein Problem. Aber wehe du wirst instabil, weil in diesem Gezerre schon ein Bein immer in der Luft hängt. Dann hängt man auch selber schnell mal in der Luft! Und verliert vor lauter balancieren, den Kontakt zu sich selbst.

Diese vielen Dinge, die uns fordern können ganz unterschiedlich sein. Es sind auch nicht immer nur die Katastrophen des Alltags. Manchmal sind es auch schöne Ereignisse die emotional in Beschlag nehmen. Es kann einfach alles sein. Der Job, die Familie, die Beziehung, das Ehrenamt, ein persönliches Thema, eine volle To-Do-Liste, eine Erkrankung, ein Todesfall, eine neue Entwicklung… und manchmal kommt eben vieles auf einen Schlag.

So etwas habe ich in den letzten Monaten auch erlebt! So viel Schönes, Aufregendes, aber auch emotional gefordert war ich und die Zukunft hat mich hier und da sehr in Beschlag genommen. Und dann noch der ganz normale Wahnsinn als Mutter, Freundin, Selbständige, Autorin, Seelsorgerin…. ups. Dann war es passiert. Das Schwanken war zu heftig. ABER ich wurde dessen gewahr. Ich habe es gemerkt. Und zwar rechtzeitig. Mir ist bewusst geworden, dass mir immer öfter der konkrete Augenblick durch die Finger geflutscht ist. Das mir immer wieder der Autopilot auch die nicht automatisierten Dinge übernahm. Und ich kann jetzt dankbar sagen: wie gut, dass ich so lange und so beständig mich in Achtsamkeit übe! Ich hatte auch schon Phasen, in denen ich in der Selbstbeobachtung und der Wahrnehmung auf mein Denken und Fühlen nicht so „flott“ war 😉 Jetzt konnte ich eine Pause einlegen. Sacken lassen. Themen hervorkommen lassen. Gefühle ernst nehmen und sie sein lassen. Und darüber wieder inneren Frieden finden. Nicht in endlosen Grübeleien. Aktiv. Mit den Maßnahmen, die ich für mich als hilfreich und weiterführend erprobt und gesammt habe.

Und ich merke, wie auch dieser Prozess wieder Zeit braucht, die ich ihm zugestehen will. Ich bekomme in meiner Arbeit immer wieder mit, dass selbst in solchen „Auszeiten“ der Anspruch an Leistung aufkommt. Schalte den Autopilot AUS und nimm dir ZEIT. Ohne muss und ohne aber. Und vielleicht übst du dich in Achtsamkeit.

Wenn du in der Achtsamkeitslehre und dem Ansatz der achtsamen Selbstfürsorge noch „neu“ bist und mehr erfahren oder lernen möchtest, schau mal auf meiner Webseite vorbei, vielleicht habe ich da etwas für dich!

Ich hatte mich wirklich gefragt: Annette, hast du dir zu viel aufgeladen? Aber so war es nicht. Alles war gut. Ich hatte nur versäumt, bei mir zu bleiben und mir im Troubel der Ereignisse und Themen den Raum zu geben den meine achtsame Aufmerksamkeit braucht!

 

(Hinweis: das Beitragsbild ist eine Postkarte des NLP-Ausbildungsinstitutes perspektiven in Weimar. Und passte einfach so gut!)

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4 Gedanken zu “Stehst du noch, oder schwankst du schon? Von diesen gewissen Momenten…

  1. Liebe Annette, das kommt mir so bekannt vor…
    Das Gefühl der Überforderung, der Moment der Verzweiflung und dann die Erinnerung, dass ich doch eigentlich genau weiß, wie es geht und was gerade dran ist.
    Zum Glück kommt diese Erinnerung immer früher, trotzdem ist es nicht immer leicht, darauf zu vertrauen, dass die nötige Pause auch wieder vorbei geht.
    Gerade sitze ich wieder mittendrin und stelle fest, dass es noch etwas gibt, was ich vergessen hatte: Ich darf auch mal schwach sein. Und mich hinlegen, auch dann kann mich nichts umwerfen. 😉 Die Standfestigkeit kommt ganz von allein wieder. Früher oder später. Jetzt ist sie gerade nicht dran.
    Danke für den Artikel!

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  2. Liebe Annette, da sprichst du mir aus der Seele. Alles was du da geschrieben hast kann ich sehr gut verstehen und ich finde es klasse, dass du darüber schreibst 🙂 Man kann nicht immer zu 100% funktionieren und man darf sich auch mal eine kleine Auszeit gönnen. Niemals aufgeben und weiter an sich und seine Träume glauben – dann kann glaube ich, nichts schief gehen 🙂 Ich freue mich auf weitere deiner Erfahrungen 🙂 Fühl dich gedrückt. Lg Jule

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