#Entscheidung. #Zeitumstellung. #???

Die „gewonnene Stunde“ spielt sich bei mir zwischen halb acht und halb neun ab, im Bett schon drei mal zur Seite gedreht. Seit halb sieben wach. Eigentlich ist es noch früh. Für einen Sonntag. Heute ist der 29.10.2017 – Zeitumstellung. Die geschenkte Zeit lässt mich zu „früher“ Stunde mit dem Zeitmagazin vom 26.10., einem Marmeladenbrot und Tee im Sessel am Fenster sitzen. Das Zeitmagazin hat das Leitthema Entscheidungen.

Ich sitze hier und habe Zeit. Im doppelten Sinne. Geschenkte Zeit. Urlaubszeit. Zeit, um den Wolken zuzusehen – eine schöne Beschäftigung bei dem heftigen Wind draußen. Ein Wechselspiel der Farben und des Lichts. Ich bin ein wenig – sagen wir müde. Im Urlaub soll das vorkommen, dass der Freiraum, den man plötzlich hat, auch Raum schafft für Dinge, die sonst zurück stehen müssen. Auch für Entscheidungen. Oder die Rückbesinnung daran.

Das letzte Jahr war voll. Anstrengend zuweilen. Auf positive und negative Art. Entscheidungen. Gefühlt ständig. Und die nächsten stehen an und die Gedanken kreisen darum. Doch woher kommen gute Entscheidungen? Ich schrieb schon einmal darüber, was Kopf und Bauch machen (Hier, mit besonderem Fokus). Wenn meine Entscheidungen nicht von beiden Polen mitgetragen werden und innere Zustimmung erhalten, sind sie meist nicht haltbar, nicht umsetzbar, nicht glaubhaft. Das Zeitmagazin fragt auf Seite 19 „Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass so viele verlernt haben, Entscheidungen zu treffen? Wie können wir diese Kunst wiedererlangen? Worauf sollte man hören: Auf das eigene Bauchgefühl oder auf den Verstand?“

Ich lese seit ein paar Tagen wieder in Daniel Kahneman´s „Schnelles Denken, Langsames Denken“. Er schreibt dort von System 1 und System 2 unseres Denkverhaltens und wie sie einander beeinflussen und bedingen und auch zu falschen Entscheidungen führen können. System 1 steht hier für das Unbewusste, die Intuition und System 2 für das bewusste Denken, das in der Regel auf Impulsen aus System 1 beruht. Schickt System 1 nun einen falschen Impuls, könnte System 2 eine falsche Entscheidung treffen. Auf der anderen Seite (siehe der Film Inssaei) ist klar, ohne Intuition, ohne auf das Bauchgefühl zu hören, sind wir so vernunftgesteuert, dass auch oft nichts Gutes bei raus kommt. Oder? Oder nicht?

Braucht das Funktionieren des Zusammenspiels von Kahneman´s Systemen nicht eine ganz wichtige Komponente? Zeit! Ich glaube, dass die Zeit, die wir mit dem Blick in die Wolken, einem Spaziergang ohne den neuesten Podcast auf den Ohren, oder oder oder (füge hier deine persönliche „freie“ Zeit ein: Morgenmeditation, Kochen, Putzen, Wandern, Malen…) verbringen die Zeit ist, die den Systemen eine Verbindung ermöglicht. Ich muss meiner Intuition nachspüren können, ebenso wie ich meinem Denken Raum geben muss, um abzuwägen und um die Impulse meines Bauches mit einzubeziehen. Nur dann komme ich zu Entscheidungen, die ich für mich als gut empfinde und auch leben kann. So wie einige im letzten Jahr und die, die jetzt zu treffen sind.

Wie findest du zu guten Entscheidungen? Sind sie vernünftig? Fühlen sie sich richtig an? Sind sie stimmig? Bist du ein schneller Entscheider oder eine ruhige Entscheidungsfinderin (oder eine schnelle Entscheiderin oder ein ruhiger Entscheidungsfinder 😉 )? Lass mich gerne deine Meinung dazu wissen? Was hilft dir bei der Entscheidungsfindung? Ich lese jetzt, was  die Redaktion des Zeitmagazins noch weiter dazu sagt. Und die Experten: Psychologen, eine Tennisspielerin, ein Mangaer, ein Chirurg…

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