Kreativität und Freitheit. Werte? Must Have! „Unser“ Beitrag zur Blogparade von Anja Jaeger.

Kurz nachdem Claire Oberwinter und ich die ScannerCompany ausgeheckt haben (mehr) bin ich über die Blogparade meiner Coachingkollegin Anja Jaeger gestolpert. Anja ist eine Kreativkanone. Sie malt, sie lacht (auch beim Lachyoga), sie sprüht und drückt aus – auf unterschiedliche Art. Und sie fragt in ihrer Blogparade andere danach, was Kreativität und Freitheit für sie bedeuten. Anja selbst erzählt ihren Bloglesern, dass beides – Kreativität und Freiheit – zu ihren Werten zählen.

Claire und ich wollen gerne einen Beitrag zu dieser Blogparade machen und haben uns in einer unserer „Kreativzeiten“, darüber unterhalten. Claire kochte gerade für uns, damit die Mittagpause unseres Coworking bei ihr zu Hause kulinarisch gut gefüllt war 🙂

Wir stellten fest, dass aus Scanner-Sicht (und das ist das, was Claire und ich sind), Kreativität mehr ist, als die klassische Definition von Kreativität. Was man halt so darunter versteht. Malen, Musik machen, Töpfern, Gestalten und Kreieren in jeder Form.

Wobei, das Kreieren ist eigentlich der Anknüpfungspunkt für Scanner-Kreativität. Wir glauben nämlich, dass Scanner-Kreativität das Ideen-haben ist! Die Umsetzung der vielen Ideen (Vielbegabung drückt sich unter anderem in einem beständigen, oft sehr konkreten, Ideenfluss aus, der kaum gebändigt werden kann) kann dann auch ganz klassisch sein. Bei Claire zum Beispiel, wenn sie näht, um etwas handwerkliches zu machen und nicht nur mit dem Kopf zu arbeiten. Bei mir, wenn ich meine Projekte in Sketchnotes erarbeite und entfalte, weil ich da eine neue Vorliebe ausleben kann und mir Sketchnotes beim Denken helfen.

Kreieren bedeutet „etwas Neues schaffen, etwas Eigenes hervorbringen“. DAS ist wirklich Scannerleben in Reinkultur. Neues schaffen. Das ist für viele Vielbegabte wie ein Lebenselexier: eigene Ideen ins Leben lassen, umsetzen, Wege finden sie Realität werden zu lassen. Wenn wir die Freiheit dazu denken, dann kommen uns zwei Arten wie Freiheit (sie ist auch für uns einer unserer Werte) in unsere Vielbegabung gehört.

Einmal ist es die Freitheit, sich zu verabschieden. Eine Freiheit, die vielen Scannerpersönlichkeiten sehr große Schwierigkeiten bereitet. Da wir geleitet sind von der gesellschaftlich anerkannten Vorstellung, dass man Dinge fertig macht, oder bei einer Sache bleibt, sich durchbeisst…  Aber Scanner sind oft schneller mit einer Sache oder einem Thema, einem sogenannten Hobby oder Interesse fertig, als das Umfeld bis 3 zählen kann! Das ist problematisch und hat uns den Ruf eingebracht, unbeständig und wechsel- bzw. flatterhaft zu sein. Was wir nicht sind. Denn wir ergründen Themen, Dinge, Fragestellungen, Aufgaben bis sie für uns ausreichend erschlossen, bearbeitet und erledigt sind. Und dann verabschieden wir uns davon – manchmal auf nimmer Wiedersehen – je nachdem, wie wir als Scanner innerlich aufgestellt sind.

Die zweite Spur in Sachen Freiheit ist die, der inneren Freiheit im Sinne einer inneren Erlaubnis. Für viele Vielbegabte ist es der erste große Schritt nach Entdeckung ihrer Persönlichkeit als vielbegabter Scanner, sich zu erlauben so zu sein. So ideenreich, so vielseitig, so interessiert an allem und jedem, so bereit, sich immer wieder Neuem zuzuwenden und Neues auszuprobieren.

Wenn es also darum geht, wass mein oder unser nächstes Kreatives Projekt ist, können Claire und ich uns nur sehr breit angrinsen! 🙂 Jede von uns hat immer schon wieder mindestens ein Projekt in der Pipeline, wovon die andere noch gar nicht weiß und wir sind schon ganz gut auf dem Laufenden über die kreativen Kreationsschübe der anderen 😉 Zur Zeit ist unser großes Projekt die ScannerCompany und dort im Speziellen die Etablierung eines Meetups für Scannerpersönlichkeiten. Denn wir haben gemerkt, wie gut es tut, sich unter seines gleichen auszutauschen und gegenseitig zu bereichern, zu motivieren und zu akzeptieren. Am 9. Juni geht es in Köln damit los! Hier kannst du mehr darüber lesen, wenn du beim Lesen gedacht hast „ohhhh – so heißt das!“. Ab September gibt es das Meetup für vielbegabte Scannerpersönlichkeiten immer am dritten Freitag im Monat um 19 Uhr 30.

Und wir wären nicht wir, wenn wir nicht in unserer vielbegabten Welt das ein oder andere weitere Projekt im Kopf oder gar schon in Mache haben (z.b. das zweite CoachCamp Köln oder neue Kurse oder neue Geschäftsideen, die in die Zukunft reichen…) Wir haben uns die innere Erlaubnis gegeben und erleben das als wirkliches Erleben von Freiheit.

Anja fragte auch nach Tipps in Sachen Kreativität. Mmh…

Kreativität braucht Raum. Im wahrsten Sinne des Wortes. Für mich (und auch für Claire, das weiß ich) ist Atmosphäre da sehr wichtig. Ganz gleich, ob ich zeichne oder singe oder schreibe oder Claire näht oder oder oder… der richtige Ort, der etwas in mir zulässt.

Kreativität braucht Zeit. Ich habe immer das Gefühl, meine Kreativität merkt, wann ich ihr neben dem lokalen Raum auch den Zeitraum gebe und wann ich versuche ihn für andere Dinge abzuzwacken. Funktioniert bei einem Scanner natürlich gar nicht! Die Ideen suchen sich die seltsamsten Wege. Deshalb mein Tipp: räume dir Kreativzeiten ein! Was ist deine Art deine Kreativität auszuleben? Wieviel Zeit brauchst du für eine „Session Kreatives Tun“? Ab in den Kalender damit! Ich weiß von Claire, dass sie sich viel konsequenter als ich das tue, wirklich Zeiten reserviert und sich schöne Orte sucht, um ihrer Scannerkreativität Zeit und Raum zu geben. Toll!

Kreativität braucht den freien Kopf und ein nicht getriebenes Herz. Was meine ich damit? Wenn ich es ganz einfach formuliere: Auszeit. Kreativität braucht für ihre Überleben, dein gutes Leben. Stressabbau. Erholung. Urlaub. Freizeit. Gute Zeit mit lieben Menschen. Zeit für dich. Ausgleich. Sport. Was auch immer es für dich genau ist, was dich im Gleichgewicht hält: es hält deine Kreativität am Leben. Also tust du euch beiden einen Gefallen, wenn du auf dich Acht gibst.

Nicht zuletzt ist mein Tipp: sei mutig! Mach einfach. Versuche es. Starte. Lass deine Kreativität los und gib ihr eine Möglichkeit sich zu zeigen und zu formen und zu entwickeln.

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