Maas – ma vie – immer mehr auf dem Mindstyle-Magazine-Markt

Schon vor einigen Wochen, als ich einen meiner beliebten Streifzüge durch den Zeitschriftenladen meiner Wahl machte, war mir aufgefallen, dass es eine Fülle an Magazinen aus dem sogenannten Life-Balance-Bereich gibt – und quasi täglich neue aus dem Zeitschriftenacker spießen. Als ich neben „ma vie – die Kunst sich Zeit zu nehmen“ auch noch „maas – Impulse für ein neues Leben“ entdeckte, dachte ich, es ist Zeit für ein ausgiebiges Probelesen! Ergänzt werden die jeweils ersten Ausgaben der obengenannten durch die Nummer 16 der flow und Nummer 3-2016 der happinez.

flow – Leserin bin ich schon länger. Ich schätze flow wegen der Mischung aus Portraits, guten Themenartikeln, Impulsen und vor allem der immer wieder sehr gelungenen Beilagen. Kleine Workbooks, Karten und anderes. flow macht Spaß. In dieser Ausgabe gibt es eine Anleitung zum selberschneidern einer Tasche. Na ja. Was mich immer mit Sorge erfüllt, wenn ich ein solches Magazin zur Hand nehme ist, dass sich hinter dem Trendthema „besseres, ausgeglichenes und bewußtes Leben“ dann doch das gepimpte Frauenmagazin verbirgt. Wenn man berücksichtigt, dass die Zielgruppe dieser Magazine nun mal hauptsächlich Frauen sind, macht flow das eigentlich ganz gut. Wenn in Zukunft die Bastelanleitungen (sorry, Vorurteil) nicht mehr werden und der Ausgleich mit guten und hilfreichen Impulsartikeln erhalten bleibt. flow? Mag ich! Kauf ich auch weiterhin.

happinez „Das mindstyle Magazine“. DAS nimmt man jeder happinez-Ausgabe über das Cover sofort ab! Sie fängt bunt und buddhistisch gestylt deinen (oder meinen) Blick ein. Bisher hatte ich, das muss ich aber zugeben, noch nie danach gegriffen, um sie auch zu kaufen. Für dieses Leseexperiment aber doch!

Was mir gefällt: Zu Beginn widmet die Redaktion dem persischen Dichter Hafiz 6!!! Seiten um ein Gedicht über die Liebe (Opener zum Schwerpunktthema „Liebe den Moment“) mit sehr schönen passenden Illustrationen abzudrücken. Und was denkt „die Unterbrechering“ in mir? Cool! Das muss man erst mal machen: Nicht sofort mit dem ersten spannenden Artikel auf warten, sondern den Leser einladen runterzufahren. Auch kein schlechter Einstieg in die Lektüre. Und dann kommt eine Aussteigergeschichte. Der zigste Anwalt-Banker-Unternehmer, der das wahre Leben erzählt. Für mich mit etwas zuviel Hochglanzfoto´s von Amalfi: Ist ja eine Geschichte über eine Lebenswende – vom erfolgreichen Anwalt zum Zitronenbauern) und kein Reisebereicht. Ein Interview gibt es: Dr. Carola Rologg (eine buddhistische Nonne mit Namen Jampa  Tsedroen). Werbung fällt mir auf – und nicht alles von der Sorte, wie ich mir sie mir in so einem Magazin wünschen würde. Thai Chi, eine Kolumne von Eckart Tolle zum Thema Vergebung, ein Artikel über das magische Kum bh Mela– Fest (auch hier eher ein Geo- ähnlicher Reiseaufruf mit tollen ganzseitigen Fotos. Die Repotage fällt mit 2 Textseiten hinter 8 Bildseite zurück). Das Dossier zum Heft“Glück“ ist angekooppelt an ein Buch von Lee Crutchley und bietet „Rezepte, die uns einfach glücklicher machen“. Es sind kleine Alltagshelfer. Durchaus gute Übungen sind dabei! Blickrichtung: positive Gedanken fördern. Alles in allem ist mir happinez zu bildlastig und die Artikel nicht „tief“ genug. Wenn ich böse bin: das ist das Frauenmagazin in dieser Sparte – ja, ich oute mich: ich mag keine Frauenmagazine 😉

Auch ma vie – die Kunst sich Zeit zu nehmen kommt mit einem Artikel zum Glück daher. Die Aufmachung erinnert eher an flow und kommt meinem persönlichen Geschmack sehr entgegen. Auf den ersten Seiten Kauf- und Geschenkideen, die ich als Produktwerbung überblättere, aber schon auf Seite 16 bleibe ich am mehrseitigen und optisch sehr gut aufgemachten Artikel „Die Magie des Moments“ hängen. Statt schreiben möchte ich jetzt eintauchen! Und das Layout hat mir die ersten positiben Anker gesetzt, mit Denkimpulse gegeben: LIKE! Es folgen Artikel über´s Briefe schreiben, eine Selbstverwirklichungs- und eine Aussteigergeschichte, ein Portrait, nette Osterkarten als Beilage…  alles in allem spricht mich an, was ich sehe und die Themen passen zum Anliegen des Helftes: sich Zeit zu nehmen. Es gibt etwas über Pflanzen (sieht man eher selten) und der Deko- und ich-mach´s-selber-Anteil im Heft ist nicht zu hoch. Auch ma vie bringt viele tolle Fotos, aber es steht das Wort im Fordergrund. ma vie wandert heute in meine Tasche, wenn es zum Ausflug mit den Kindern geht.

Last but not least: maas – Impulse für ein erfülltes Leben. Erste Ausgabe. Mit 8euro90 das teuerste unter den viel ausgewählten Magazinen, fählt die Erstausgabe mit Autoren wie Gerald Hüther, Eckart Tolle, Veit Lindau und Robert Betz richtig großes Geschütz auf. Da bin ich ehrlich, auf die zweite Ausgabe gespannt! Auch hier: gute Aufmachung, die seriös rüber kommt. maas hat kein „Hochglanz“ nötig, sondern gewinnt mich optisch durch gute Ausgewogenheit. Auch hier die Aussteigergeschichte 🙂 Dann schreibt (recht sachlich) ein Biografie-Coach, es folgt eine Methodenvorstellung und einiges, was wirklich zum innehalten anregt. Spätestens bei „wie deine Arbeit dich glücklich macht“ denke ich: viel angemessenes das in Richtung self-coaching geht! Gut! Und: keine großen Werbeanzigen bis Seite 29! Das bleibt bis Seite 55 so und dann passt die Werbung zum Heft. Cool. Mir gefällt das Heft sehr, nich tnur, weil ein Artikel zum Bogenschießen drin ist (einer meiner Leidenschafen), nein, weil sehr viel nützliches für den Leser da ist. Das Heft hat Mehrwert! Und so relativiert sich der Preis durch viele gut Anregungen und Übungen! Ok. Ich nehme heute zwei Hefte mit zum Ausflug! Glückwunsch an Anita Maas, sie hat meinen Favoriten unter den Neuen auf den Markt gebracht. Und was ich eher nicht merh kaufe, hast DU, Leser oder Leserin, sicher von selbst gemerkt!

 

3 Gedanken zu “Maas – ma vie – immer mehr auf dem Mindstyle-Magazine-Markt

  1. Liebe Annette, danke im Namen des ganzen Maas-Teams für dieses positive Feedback und deinen Vergleichsbericht. Ich überlege grade, wie wir diesen Beitrag mit der Maas-Seite verlinken. Hast du eine Idee? Lieben Dank u herzliche Grüße, Pia-Marie

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  2. Ich lese bestimmt seit 2006 Aussteigergeschichten, weil ich immer mal wieder unzufrieden mit Studium und Berufswahl war. Ich kenne viele, die mit dem eingeschlagenen Weg hardern und weitermachen, aus Mangel an Arbeitsfeldern, Perspektiven, Geld, Rente, Lebenslauf. Was ich mir bei den Aussteigergeschichten aber immer denke: Gibt es nicht auch das Bereuen und den Wunsch sich nochmal zu verändern, also vom Rechtsanwalt zum Zitronenbauern zum Personalreferenten? Und was macht der Ex Rechtsanwalt als Zitronenbauer wenn er ein Gesetz sieht, Buchhaltung machen muß oder Auflagen die nerven zu erfüllen hat? Alles das fehlt in den Geschichten. Ich müsste einen Aussteiger persönlich über Jahre kennen, um eine Ahnung zu kriegen.

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