Achtsames Weihnachten? Wie es funktionieren könnte…

Liebe Blogleser und Innen!

Am Heiligen Abend ein Blogtext? Ja. Ob ich dafür Zeit habe? Na ja. Doch. Ich nehme sie mir 🙂

Wer von euch sitzt gemütlich bei einem Kaffee und „alles ist fertig“ für das große Fest? Alles eingepackt? Braten im Ofen? Plätzen drapiert? GUT. Und dann geht der Festtagsrun los… zumindest höre ich es doch immer wieder bei vielen Menschen, mit denen ich mich in der Adventszeit unterhalte. Und ich selber habe es ja auch gemerkt: hin und wieder war ich hart an der Stressgrenze und bin deshalb sehr froh, dass dieser Marathon von Familienfeier zu Familienfeier hier nicht einsetzt. Es geht ruhig zu. Gelassen. Weihnachtlicher Chiller-Modus 😉 Und doch habe ich mich gefragt: wie könnte Weihnachten denn von Achtsamkeit geprägt sein? Welche Möglichkeiten hat man, zu unterbrechen? Natürlich, wer sich in Achtsamkeit übt, wird auch mit Jingle Bells auf seinen Atem achten. Oder am Morgen, wenn das Christkind am Himmel Plätzchen backt auf dem Meditationskissen sitzen und zur Ruhe kommen, nichts denken, loslassen. Wahlweise auch am Abend, wenn das letzte Papierknistern verklungen ist.

Ich möchte heute ein paar Dinge vorschlagen, die vielleicht zu diesem Fest passen, und die dein achtsames Üben bereichern können:

  1. Weihnachten – Fest der Geschenke

Es ist sehr verbreitet sich nichts zu schenken. Und doch hat man sie ja dann: die kleinen und großen Aufmerksamkeiten. Und hat dann vielleicht doch auch selbst jemanden bedacht. Oder eben viele – Menschen, die einem nahe stehen, denen man eine Freude machen will. Denen ein Geschenkt am Fest der Liebe sagen soll: du bist mir wichtig. Wenn die „tollen Tage“ vorüber sind, schau dir deine Geschenke noch einmal in Ruhe an. Lege sie vor dich hin. Betrachte sie. Nimme sie in die Hand. Und bedanke dich still und wenn möglich mit einem inneren Lächeln, bei dem Mensch, der es dir geschenkt hat. Vielleicht ist manches Geschenk nicht gut angekommen? Dann bedanke dich für die gute Absicht. Sei wohlwollend gegenüber der Güte, die im Schenken an sich liegt. Du bist sicher es gibt „Pflichtgeschenke“? Bedanke dich im Stillen für die Mühe und die Zeit, die der Schenkende in diese Pflicht investiert hat

2. Weihnachten – Fest des Essens und Trinkens

Festbraten, Nachspeisen, Wein, ein Schnaps… nach den Festtagen hat manch einer das Gefühl nie wieder essen zu müssen! An Weihnachten achtsam Essen? Warum nicht! Mach dir bei jedem Essen bewußt, dass es mit Aufmerksamkeit zubereitet wurde. Denke an die Menschen, die es zubereitet haben. Schau dir an, wie viele Zutaten in den Speisen verwendet wurden! Und mache dir bewußt, wie viele fleißige Menschen daran beteiligt waren, diese Zutaten auf den Weg zu dir zu bringen! Sei dankbar für ihr zutun. Danke auch der Natur, die alles, was den Weg auf unsere Teller findet hervorbringt. Und wenn du in diesem Bewußtsein, jedes Festessen genießt, höre auf deinen Körper, der dir doch sehr deutlich sagt, wann er genug hat 😉 Und nimm dieses Signal ernst. Vielleicht hast du auch nach Weihnachten noch Lust auf die nächste (wertvolle) Mahlzeit, ohne das Gefühl, nie wieder Nahrung zu brauchen.

3. Weihnachten – Fest der Sessel und Stühle

Hier sitzen, dort sitzen. Essen im Sitzen, erzählen im Sitzen, Geschenke auspacken im Sitzen…. Wir besuchen einander, wir haben Gäste, sind auch geschäftig in den Vorbereitungen, aber die Festtage selbst sind oft Tage, in denen man einer nach Bewegung lechzt. Nimm sie dir! Die Zeit für einen Spaziergang. Es muss nicht lange sein. Geh raus, atme tief die frische Luft ein. Gehe bewußt einige Schritte langsam. Nur gehen. Nicht in einer bestimmten Zeit und nicht an ein definiertes Ziel. Einfach nur gehen um des gehens willen. Schaue! Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Umgebung und nimm wahr, während du langsamen Schrittes gehst. Durch einen Park. Durch deine Straße. Um den Block. Oder wenn es viel Zeit gibt: durch den Wald oder über Felder. Gönn dir Bewegung! Gönn dir Sport! Setz dich auf´s Rad und genieße den Fahrtwind. Zieh die Laufschuhe an und beobachte, wie gut deinem Körper die gemäßigte Anstrengung tut. Wie er Endorphine freisetzt und sowohl Körper, als auch die Seele in eine gute Stimmung kommen. Gönn es dir!

 

Oft denken wir, gerade in diesen Tagen hätten wir für solche stillen oder bewußten Momente keine Zeit. Und unser Denken ist es meist, dass uns das Handeln durchkreuzt. Denke einfach mal: ja, ich habe Zeit für eine Geschenk-Betrachtung. Ich nehme mir Zeit für Bewegung. Ich kann – auch an einer vollbesetzten Festtafen – einen Moment inne Halten und mir bewußt machen, wie reich ich mit diesem Mahl beschenkt bin!

Und wer mag, frage sich am Abend, für welche Dinge / Erlebnisse /Begebenheiten er an diesem Tag dankbar ist! Danke dem Leben dafür, dass es dich reich beschenkt – mit großen und kleinen Momenten!

Ich wünsche allen ein gutes, frohes und achtsames Weihnachtsfest!

 

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