Achtsam essen… kochen… genießen – mein Beitrag zur Charity-Aktion von vegan at home

Achtsamkeit und Essen? Ja!

Wobei ich schon merke, dass das Lächeln besonders breit wird, wenn man mit diesem Thema ankommt. Ich selbst habe achtsam zu essen kennengelernt, als ich in einem buddhistischen Kloster achtsame Tage verlebt habe und dort natürlich auch nach den Regeln der Gemeinschaft an den Mahlzeiten teilgenommen habe. Ich habe „sphärisch – lächelnde“ Besucher gesehen, die ihr Essen scheinbar „liebten“. Ich war noch etwas befremdet, wenn ich ehrlich bin. ABER – die Tage dort haben mir über viele Mahlzeiten die Gelegenheit gegeben, im ersten Schritt RUHE beim Essen zuzulassen. Nichts nebenbei zu machen. Nur zu essen. Zu schmecken. Zu genießen. Auch zu entdecken: schmeckt mir das Essen? Wenn ja, was genau? Und warum? Ist es die Frische? Der Geschmack? Wieder zu Hause, habe ich mich dann weiter mit meiner Art zu essen beschäftigt. Und mir beim Essen auch mal die Frage gestellt: wer hat alles dazu beigetragen, dass du dieses Essen jetzt auf dem Tisch hast? Wer hat das Gemüse geerntet? Oder gar angebaut? Gepflegt? Wo wurde es so verarbeitet, dass ich es im Laden kaufen konnte? Welche Wege hat es zurückgelegt? Und diese Gedanken führten, unter anderem, dazu, dass ich mein Einkaufsverhalten in vielen Dingen verändert habe. Ich wollte keine undurchschaubaren Herkunftswege mehr. Ich wollte beim nachdenken über mein Essen zufrieden sein. Sicher, dass das Huhn, den Umständen entsprechend, zufrieden war in seinem Leben. Dass die Tomate wie eine Tomate wachsen konnte. Dass die Gurke auch krumm sein darf…

Die Veganer unter den Lesern haben beim glücklichen Huhn vielleicht die Stirn gerunzelt. Ich bin zu veganem Essen gekommen (und dieser Blog ist ja ein Beitrag zu einer Charity-Aktion eines vegan-Blogs) weil ich eines Tages die Diagnose Laktoseintoleranz bekam. Mit der Zeit und der Umstellung meiner Ernährung, habe ich viel Veganes ausprobiert und schätzen gelernt! Auch wenn ich für mein Leben gerne Fleisch esse. ABER – der achtsame Umgang mit Speisen, mit der Zubereitung, mit dem Genuss führte dazu, dass der Fleischkonsum heute sehr stark eingeschränkt ist und wenn ich denn Fleisch oder Wurst kaufe (ich lebe mit zwei ganz „normalen“ Kindern zusammen) müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein!

Nun ist nicht jeder Veganer auch der Achtsamkeit zugeneigt 😉 Aber ich finde die Verbindung sehr spannend, bewußt mit Ernährung umzugehen. Als eine, die Achtsamkeit in so ziemlich allen Lebensbereichen als Schatz zu verankern versucht, ist selbst kochen manchmal eine Achtsamkeitsübung! Und sie kann schon beim Einkauf beginnen: wenn der Einkaufszettel steht und du dich auf den Weg zum Einkaufen machst, frage dich: welche Qualität, welche Herkunft sollen meine Zutaten heute haben? Das beeinflusst vielleicht den Laden, den du ansteuerst. Ist dir einmal aufgefallen, wie spannend eine Gemüsetheke ist? Welche Farben du entdecken kannst? Oder Gerüche? Dann trägst oder fährst du deinen Einkauf nach Hause und lächelst vielleicht mal bewußt unterwegs. Denn du wirst gleich bewußt und achtsam kochen! Wie? Man muss nicht bis zum Essen warten, um achtsam darüber nachzudenken, woher das kommt, was auf deinem Teller landet. Spüre dein Essen, rieche es und schmecke ruhig auch mal – noch während du es zubereitest. Und könne dir zumindest den EINEN Moment zu beginn, um dankbar zu sein!

Ich habe diese achtsamen Gedanken zum Essen, auch schon mit meinen Kindern durchgedacht. Seit dem verstehen sie, warum wir nur bestimmte Eier kaufen oder warum bei uns BIO drauf steht und Mama drauf achtet, dass auch BIO drin ist 😉

Nun denn – ich empfehle wärmstens meine Möhren-Ingwer-Suppe. Zuletzt gekocht am Wochenende. Meine Kinder lieben sie, Freunde lieben sie. Eine große Gruppe bei einer Feier im Rahmen meiner Arbeit liebten sie wohl auch, denn der Topf war SEHR leer. Ich empfehle auch die Charity-Aktion von vegan at home

Schaut selber vorbei und informiert euch. Stellt selber euer liebstes veganes Rezept ein. Votet! Wenn ihr das Rezept meiner Suppe gerne irgendwann lesen wollt: gebt eure Stimme entsprechend beim Voting der Rezepte ab 😉

Und versucht es einfach mal: achtsam essen, einkaufen, kochen – und dankbar sein! Für alles, was auf eurem Teller landet.

2 Gedanken zu “Achtsam essen… kochen… genießen – mein Beitrag zur Charity-Aktion von vegan at home

  1. Liebe Annette,
    was für ein wundervoller Beitrag. Ja, Achtsamkeit und Essen gehören auch für mich zusammen. Sei es achtsam zu sein im Umgang mit den Lebensmitteln, im Zubereiten oder im Essen der Speisen.
    Vielen Dank, dass Du die Aktion: „Wir erfüllen Kinderwünsche – Vegan at Charity“ (http://veganathome.de/charity-aktion/) mit diesem schönen Beitrag und dem tollen Rezept unterstützt. Ich freue mich sehr darüber.
    Liebe Grüße
    Bea

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    • Liebe Bea,
      danke für dein Feedback! Es ist schön, bei eurer Aktion dabei zu sein und sie zu unterstützen. Ich hoffe, dass über viele tolle Blogbeiträge und ihre LeserInnen noch viele Rezepte zusammenkommen 🙂
      Und es war inspirierend über dieses Thema nachzudenken! Ich danke dir.
      LG
      Annette

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