Hilfe im Workbook-Dschungel. Tipp Nr 1: Die Glücksstrategie von Utho Creusen & Wolfgang Stockinger

Liebe Blog-Leser,

es ist soweit: mein Blogservice „Hilfe im Workbook-Dschungel“ startet heute. In den nächsten Wochen werdet ihr einige Vorstellungen aus dem fast unüberschaubaren Angebot an Workbooks erhalten. Workbooks sind toll, können fantastische Begleiter für Projekte (ich möchte mehr auf mich achten – mir etwas Gutes tun – achtsam leben – meine Dankbarkeit erhöhen – glücklich sein – zufrieden….) sein, wenn – JA, wenn sie denn gut sind. Natürlich ist das eine persönliche Einschätzung. Aber wenn man in der großen Masse schon mal ein paar Vorschläge erhält und etwas anderes an Impuls (zum Beispiel ins neue Jahr) möchte, als den Sprüchekalender, kommt diese Blog-Reihe vielleicht gelegen. Im übrigen besitze ich auch einen Sprüchekalender – nicht, dass man mich hier falsch versteht 🙂

Alle Workbooks, die in dieser Reihe vorgestellt werden, haben eines gemeinsam: der Leser sollte die Bereitschaft besitzen, Zeit zu investieren. Über das reine Lesen hinaus! Denn, Workbook steht für konkrete Aufgaben, Übungen, Denkanstöße und vieles mehr.

Das erste Buch habe ich aus meinem Stapel der Workbooks ausgewählt, weil es handlich ist. Denn ich arbeite heute von unterwegs. Es ist „Die GlücksStrategie“ des Autorenduos Utho Creusen und Wolfgang Stockhinger, das bereits 2014 im Coppenrath-Verlag erschienen ist. Mit 128 Seiten und einer sehr schönen, schlichten Aufmachung (Druck in schwarz und organge!, abgerundeten Ecken, Einlegebändchen, gebunden mit schöner Fadenbindung, gute Haptik) kommt es daher wie ein kleiner Begleiter, den man auch gut mit ins Café nehmen kann oder der ins Reisegepäck passt.

Kernthema: Stärken! Deine! Und – Schwächen… weil sie nun mal eben auch zu uns gehören. Und sehr lösungsorientiert wird der Leser – der angehende Worker – erst positiv ins Thema eingeführt, um dann ZUERST einen Blick auf seine Stärken zu werfen. Das Buch ist ein gelungener Akzent GEGEN die Fokussierung auf Schwächen, auf das, was wir nicht können, was uns mehr Kraft und Aufwand kostet, oder was uns schlicht nicht liegt. Und stellt die (mittlerweile durchaus bekannte) Gegenthese auf „Arbeite nicht an deinen Schwächen, sondern werde gut – glücklich – erfolgreich durch deine Stärken!“.

Der Aufbau ist schlicht und gleichzeitig großartig. Die Herangehensweise an die eigenen Stärken geht erst über Selbstwahrnehmung (mache Übungen!), dann den Abgleich mit der Fremdwahrnehmung (frage andere!), hin zu den sogenannten Hauptaufgaben. Ein sehr schöner Schwenk! Welchen Tätigkeiten gehst du nach? Was sind deine Aufgaben… Der Leser bekommt Hilfen, wie er seine festgestellten Stärken positiv auf diese Aufgabenliste anwenden kann. Ganz nach dem Motto: was kann ich, was mir hilfreich sein kann? Was sehr nett ist: Immer wenn es in eine neue Handlungsaufforderung geht, wird der Leser gefragt, ob er denn auch wirklich bis hierhin seine Übungen gemacht hat. Nein? Dann bitte jetzt 🙂 Der Gedanke der Hauptaufgaben gefällt mir sehr! Mind. 3, max. 7 Aufgaben sollen dann aus der Masse der täglichen (beruflichen und/oder privaten) Aufgabenliste ausgewählt werden. Man soll sich ja nicht verzetteln. Der Fokus dieses kleinen Büchleins ist wirklich positiv! Und das Buch fordert nicht nur zum Denken auf, es bringt den Leser in Umsetzung, denn es liefert konkrete Aufgaben dafür!

Genau auf Seite 64 – in der Hälfte des Buches – geht es dann zu dem, was wir eigentlich nicht gerne anschauen, obwohl wir davon in der Regel viel mehr benennen können, als wir Stärken auflisten: unsere Schwächen. Und was ich dann herrlich pragmatisch finde: Der Leser geht mit Schwächen genauso um, wie mit Stärken, denn alles ist identisch, Übungen und Aufgaben. Und so nähert man sich einer negativ belegten Sachen auf der Folie einer positiven Erfahrung! Ganz schön pfiffig!

Zwei sehr schöne Besonderheiten gibt es: Das Konzept PLUS (bei den Stärken) und das Konzept HILFE (bei den Schwächen). Hinter den Buchstaben der Wörter stehen jeweils Strategien die man anwenden kann, um mit Stärken und Schwächen zu arbeiten und sie in den Alltag, unsere Aufgaben zu integrieren. Beispiel: Helfen lassen Integration eigener Stärken Lernen, soweit unbedingt nötig Fokus ändern Einfach aufhören. Simpel. Aber hilfreich!

Das ganze ist aufgelockert durch ZItate und sogenannte Weisheitsgeschichten. Ärgere dich nicht darüber, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern freue dich, dass der Dornenstrauch Rosen trägt – Volksmund. Dieses ZItat zeigt für mich, den positiven Blick auf Schwächen, den dieses Workbook ermöglicht.

Kurz vor Ende der 128 Seiten werden die Hauptaufgaben mit Stärken UND Schwächen zusammen geführt, um zu erkennen: was hilft mir, was behindert mich? Der letzte Übungsblock begleitet den Worker in die Phase der konkreten Übertragung, gibt eine erste Denkrichtung für die Frage „Was mache ich nun damit, wie geht es weiter?“ Bis hierhin ist sicher bei vielen Workern ein stärkenorientierter Blick möglich geworden, der Schwächen als Teil unserer Realität sehen lässt, wegen denen aber die Welt nicht untergeht!

Ich finde, ein empfehlenswertes Büchlein! Um für sich selbst noch einmal zu entdecken, mit welchen Schätzen ich ausgestattet bin. Um jemandem eine Hilfe an die Hand zu geben, der etwas Stärkung gebrauchen kann. Und um immer wieder (denn leider ist der grundsätzliche Blick unserer Gesellschaft eher defizitorientiert) den Blick darauf zu lenken, dass wir nicht in allem der Erste, der Beste und der King sein können. Aber auch nicht immer der Letzte, der Nichtkönner oder Looser. Jeder kann was! Darauf kommt es an.

Urteil: Geschenk? Ja, wenn man dem Beschenkten gut kennt! Für dich? Ja! Wenn du sagst: das ist mein Thema 🙂

Für Trainer und Coaches: das kann man Klienten durchaus mal in die Hand drücken, wenn Resourcenarbeit dran ist.

Und hier könnt ihr es anschauen 🙂

Nächste Woche geht es weiter… vielleicht ist auch für dich was dabei. Zum selber froh machen oder für den Gabentisch…

Beste Grüße von eurem Achtsamkeitscoach, Annette

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